Laboruntersuchungen in der Schwangerschaft

Zu Beginn einer Schwangerschaft erfolgt die Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors, die Durchführung eines Antikörpersuchtests, um gegebenenfalls eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind frühzeitig festzustellen, sowie ein Abstrich aus dem Gebärmutterhals auf Chlamydien. Gesetzlich vorgeschrieben sind ferner ein Suchtest auf Lues (Geschlechtskrankheit) und eine Rötelnantikörperbestimmung. Diese ist wichtig, da eine Infektion mit dem Rötelnvirus in der Schwangerschaft zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führen kann. Es wird empfohlen, zusätzlich auch eine Untersuchung auf HIV (AIDS-Virus) durchzuführen.

Der Antikörpersuchtest wird zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche wiederholt. Falls bei Ihnen das Blutgruppenmerkmal "Rhesus negativ" festgestellt wird, erhalten Sie zwischen der 28. und 30. Schwangerschaftswoche eine Spritze, um einer möglichen Unverträglichkeit vorzubeugen.

Nach der 32. Schwangerschaftswoche erfolgt eine Blutentnahme zum Ausschluss einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus. Ein solche Infektion kann bei der Geburt zur Ansteckung des Kindes führen.

Zusätzlich werden routinemäßig Kontrollen auf Bakterien und Pilze in der Scheide durchgeführt und der pH-Wert gemessen, um das Risiko für vorzeitige Wehen und das Risiko einer Frühgeburt zu verringern.

Darüber hinaus gibt es weitere medizinisch empfehlenswerte Untersuchungen, die Erkrankungen möglicherweise früher sichtbar machen und somit Auswirkung auf den Krankheitsverlauf haben können. Informieren Sie sich in den Kapiteln GesundheitsleistungenMutterschaftsvorsorge-Plus.

Erweiterte Labordiagnostik in der Schwangerschaft

Über die gesetzlich vorgesehenen Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen hinaus gibt es eine Reihe weiterer sinnvoller und empfehlenswerter Laboruntersuchungen. 

Diese Untersuchungen sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung.