Kontrolle auf Schwangerschaftsdiabetes

Die Durchführung eines Blutzuckerbelastungstest ist aus ärztlicher Sicht zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche zu empfehlen.

Ungefähr 5% aller Schwangeren leiden an einer Schwangerschaftszuckerkrankheit. Der Gestationsdiabetes bedeutet ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind.

Beim Kind besteht eine erhöhte Rate an Fehlbildungen, unnatürlich hohem Geburtsgewicht, nach der Geburt Atemnotsyndrom sowie Unterzuckerung mit möglicherweise nachfolgenden Hirnschäden.

Bei der Mutter besteht eine höhere Neigung zu Fehlgeburten, erhöhter Fruchwassermenge, erhöhtem Blutdruck sowie EPH-Gestose (Schwangerschaftsvergiftung).

Deshalb ist es wichtig, die erhöhten Blutzuckerwerte bei Schwangeren frühzeitig zu entdecken. Wird der Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig erkannt, können Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Diese Untersuchung ist nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung (außer DAK und BEK). Es besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Kosten gegenüber der Krankenkasse.

Seit März 2012 ist ein Screeningtest Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und wird von der Krankenkasse übernommen. Allerdings werden bei dieser Light-Version nur etwa 85% aller Schwangeren mit Gestationsdiabetes erkannt. Selbstverständlich ist auch weiterhin der genauere Zuckerbelastungstest als Gesundheitsleistung wählbar.